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Spinale Muskelatrophie – Was ist das?

(Muskelkrankheiten ~ neuromuskulären Erkrankungen)

Fakten:

  • 800 Formen (Klassifikation nach Walton)
  • werden im Volksmund „Muskelschwund“ genannt
  • fortschreitender Untergang von Nervenzellen
  • klare Abgrenzung zu anderen Organsystemen (z.B.: Fühlen, Riechen, Sehen,…)
  • das Denken und geistige Entwicklung sind nicht eingeschränkt
  • es gibt sehr unterschiedliche Verlaufsformen
  • der Muskelschwund kann nur wenige oder auch alle Muskelgruppen betreffen
  • bislang gibt es keine Behandlungsform – nur symptomatische Linderung
  • die positive Einstellung zur eigenen Erkrankung ist extrem wichtig
  • die meisten Formen sind erblich bedingt

Weitere Informationen finden Sie unter DGM.org

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Definition:

Bei der spinalen Muskelatrophie ist die Austrittsstelle vom Rückenmark zu den Nerven (2. Motoneuron) an der motorischen Leitungsbahn im Vorderhorn gestört. Somit ist die Kommunikation vom Gehirn zu den Muskeln unterbrochen bzw. nur mangelhaft und die Muskeln können nicht mehr richtig angesteuert werden. Nur wenn Hirnnerven betroffen sind kommt es zusätzlich zu Einschränkungen der Schluck-, Kau- und Sprechfunktionen. Da die Störung nur in diesem Bereich ist hat es keine Auswirkung auf die Informationen der Sensibilität, also Temperatur, Schmerz und Tastsinn.

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Quelle: DGM.org